Immobilien News
Immobilien News Trier
Dienstag, 28. Juni 2011 - 14:42 Uhr
Grunderwerbsteuer steigt erst zum 1. März 2012
Die Grunderwerbsteuer soll erst zum 1. März 2012 um anderthalb Punkte auf dann fünf Prozent steigen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den heute die rheinland-pfälzische Landesregierung beschlossen hat.
„Wie in vielen anderen Bundesländern müssen wir diese Steuer erhöhen, um weiter erfolgreich auf dem Konsolidierungspfad zu bleiben. Das haben wir angekündigt und so werden wir es machen. Das Ziel des ausgeglichenen Haushalts bis zum Jahr 2020 behalten wir fest im Blick", sagte Finanzminister Carsten Kühl. „Länder wie Kommunen werden durch die Steuerpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung an die Grenze der Handlungsfähigkeit gedrückt. Bei der Grunderwerbsteuer haben wir als Land die einzige Möglichkeit, selbständig auf die angespannte Lage zu reagieren", so Kühl. Wie man angesichts der finanziellen Lage in Ländern und Kommunen weiter Steuersenkungen das Wort reden könne, bleibe das Geheimnis der Bundesregierung.
„Wir haben bewusst nicht den Jahresbeginn als Datum der Erhöhung gewählt. So hat der Steuerbürger Zeit, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen."
Die Grunderwerbsteuer ist eine Ländersteuer, die beim Erwerb eines Grundstückes anfällt. Derzeit liegt der Steuersatz bei 3,5 Prozent. Im vergangenen Jahr hat das Land knapp 200 Millionen Euro an Einnahmen durch diese Steuer verbucht.
(Quelle: www.www.fm.rlp.de)
Mittwoch, 29. September 2010 - 11:08 Uhr
Der Sommerhit entpuppte sich als Flop
Ein Bauherr aus der Nähe von Daun wollte von einer Fertighausfirma aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis ein einfamilienhaus vom Typ "Sommerhit" bauen lassen. Kosten: 93.529 Euro.
2007 unterschrieb er den Vertrag, doch schon bald platzte seine Finanzierung und der Bauherr musste einen Rückzieher machen, noch bevor sich ein Bagger auf dem Grundstück bewegt hatte. Daraufhin verlangte die Firma von ihm 14.029,35 Euro für bereits entstandene Aufwendungen und den entgangenen Gewinn - exakt 15 Prozent des Baupreises, so wie es im Vertrag festgelegt war.
Doch der Dauner weigerte sich zu zahlen und wurde von dem Hunsrücker Unternehmen verklagt. Das Trierer Landgericht gab der Firma Recht. Der Bauherr zog in zweiter Instanz vor das Oberlandesgericht in Koblenz. Aber auch dort unterlag er. Die Koblenzer Richter sahen es als rechtens an, dass die Firma 15 Prozent vom Kaufpreis verlangt für den Fall, dass der Käufer vom unterschriebenen Vertrag zurücktritt. Der Bauherr habe den Vertrag gekündigt und müsse für die entstandenen Kosten des Unternehmens aufkommen. (AZ: 8 U 1030/09).
[Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.09.2010]
Montag, 30. August 2010 - 08:33 Uhr
Nie zuvor war der Bau eines Eigenheims so günstig
An den Kapitalmärkten geht die Sorge vor einer neuerlichen Rezession um. Die Investoren meiden Aktien, investieren in Staatspapiere, drücken damit die Zinssätze – und Deutschlands Bauherren profitieren davon prächtig. Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik ließ sich der Traum vom eigenen Heim so günstig finanzieren wie heute. Der durchschnittliche Zinssatz für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen fiel diese Woche auf 3,33 Prozent – ein neues Rekordtief. Bei einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent beträgt damit die monatliche Belastung bei einem Annuitätendarlehen über 100.000 Euro nur noch 444 Euro.
„Wer 30 Prozent des Kaufpreises mit Eigenkapital stemmen kann, muss vielerorts jetzt für das Hypothekendarlehen nicht mehr zahlen als an Miete bei einer vergleichbar großen Immobilie anfällt“, sagt Günter Vornholz, Leiter Immobilienresearch bei der NordLB-Tochter Deutsche Hypo. „Interessenten, die einen sicheren Arbeitsplatz haben, sollten sich jetzt nach einem passenden Haus oder einer Eigentumswohnung umsehen.“ Auch Grundeigentümer, die ihren Hypothekenkredit in den kommenden Jahren refinanzieren müssen, können das derzeitige Zinstief nutzen: Für Forward-Darlehen, die erst in zwei oder drei Jahren abgerufen werden, verlangen Banken derzeit nur minimale Zinsaufschläge.
Deutsche Staatsanleihen zur Zeit besonders gefragt
Experten sind geteilter Ansicht, wie lange die paradiesischen Zustände für Bauherren anhalten werden. Noch hält die Flucht etwa in deutsche Staatsanleihen als Hort der Sicherheit an. Weil die Nachfrage so groß ist, muss der Staat immer weniger Zinsen an seine Gläubiger zahlen. Vergangene Woche fiel die Rendite für zehnjährige deutsche Anleihen auf 2,1 Prozent. Das macht auch die Refinanzierung von Immobiliendarlehen für Banken günstiger. Und wegen des scharfen Wettbewerbs geben die Kreditinstitute die niedrigen Zinsen an ihre Kunden weiter.
„Die Unsicherheit an den Kapitalmärkten wird noch eine Weile bestehen und vorerst verhindern, dass die Baugeldzinsen wieder steigen“, meint Vornholz. „Interessen müssen deshalb jetzt nicht überstürzt eine Immobilie kaufen, sondern können sich in Ruhe am Markt umsehen.“ Es sei nicht einmal auszuschließen, dass die Angst an den Börsen sogar wächst – und die Zinsen noch tiefer in den Keller rutschen, sagt der Analyst. „Niemand kann exakt vorhersagen, wann der Tiefpunkt erreicht sein wird.“
Es ist aber ebenso gut möglich, dass die Panik ganz schnell endet. „Das gegenwärtige Wirtschaftswachstum in Deutschland, Mittel- und Nordeuropa sowie in den Schwellenländern wird sich als sehr robust erweisen“, prognostiziert Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Sobald die Börsianer dies erkennen, würden sie ihr Kapital massiv aus Staatsanleihen in Aktien umschichten. Hellmeyer: „Dann wird Baugeld automatisch teurer.“
Von Anfang an hoch tilgen
Arno Gottschalk, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen, rät Immobilieninteressenten davon ab, auf noch niedrigere Zinsen zu spekulieren. „Wer sein Haus oder seine Wohnung gefunden hat, sollte jetzt zuschlagen.“ Allerdings sollte die Finanzierung dabei auf grundsolide Füße gestellt werden. „Von einem Zinstief können Bauherren nur profitieren, wenn sie zwei Regeln beachten“, sagt Gottschalk: „Sie müssen eine langfristige Finanzierung abschließen und von Anfang an hoch tilgen.“
Statt ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung aufzunehmen, rät der Finanzexperte zu einem Kredit mit 20-jähriger Laufzeit. Der Zinsaufschlag ist dabei gering. Nach Angaben des Verbraucherfinanzportals Biallo.de bieten Banken derzeit 20-jährige Annuitätendarlehen über 100.000 Euro bereits zu Zinssätzen ab 3,47 Prozent – das entspricht einem Aufschlag von lediglich 0,19 Prozentpunkten gegenüber einem zehnjährigen Kredit. „Dafür sichern sich Bauherren aber die gegenwärtig extrem günstigen Zinskonditionen für die nächsten 20 Jahre“, sagt Gottschalk.
Setzen sie die Tilgungsrate hoch genug an, ist das Haus dann sogar im Jahr 2030 schuldenfrei. Bei einer anfänglichen Tilgungsrate von einem Prozent ist ein Annuitätendarlehen nach rund 38 Jahren abgezahlt. Beträgt die Rückführungsrate zum Start hingegen drei Prozent, sind die Verbindlichkeiten nach rund 20 Jahren getilgt.
Wenn das Traumhaus zu teuer ist – besser verzichten
Ist das Traumhaus hingegen so teuer, dass nur ein zehnjähriges Darlehen mit einer anfänglichen Tilgungsrate von lediglich einem Prozent bezahlbar ist, sollte auf den Kauf verzichtet oder eine billigere Immobilie gesucht werden, sagt Finanzexperte Gottschalk. „Liegen bei der Anschlussfinanzierung in zehn Jahren die Zinsen nur zwei Prozentpunkte höher, könnte die Familie den Kredit nicht mehr bedienen und das Haus verlieren.“ Das Szenario ist alles andere als unrealistisch: In den vergangenen drei Jahren lag das Zinshoch für zehnjährige Hypothekenkredite bei 5,28 Prozent – exakt zwei Prozentpunkte über dem gegenwärtigen Durchschnittssatz. Das gegenwärtige Zinstief können auch Grundeigentümer nutzen, die in den kommenden Jahren ihre Hypothekendarlehen refinanzieren müssen. „Forwarddarlehen werden derzeit zu äußerst günstigen Konditionen angeboten“, sagt Christian Kraus vom Baugeldvermittler Interhyp. Forwarddarlehen sind im Voraus festgelegte Kredite, die erst in einigen Monaten oder Jahren abgerufen werden. Für die Bereitstellung erheben Kreditinstitute einen Zinsaufschlag. Der fällt momentan sehr niedrig aus.
„Bei Vorausdarlehen, die in den nächsten zwölf Monaten abgerufen werden, fordern viele Banken überhaupt keine Zusatzkosten“, sagt Kraus. Bei Forward-Krediten mit einer Wartefrist zwischen einem und drei Jahren verlangten die günstigen Anbieter nur einen Aufschlag von 0,01 Prozentpunkten pro Monat Wartezeit. Ein erst in drei Jahren benötigtes Darlehen kostet somit nur 0,36 Prozentpunkte mehr als ein Kredit, der sofort in Anspruch genommen wird. Wer sich nach einem Vorausdarlehen umsieht, sollte nicht allein zur Hausbank gehen, rät Verbraucherschützer Gottschalk: „Fremde Anbieter bieten in der Regel viel bessere Konditionen, weil sie ein neues Geschäft gewinnen wollen.“
(Quelle:www.welt.de)
Montag, 5. Juli 2010 - 22:36 Uhr
Immobilien Substanz schlägt Geld
Der Euro verliert an Wert, die Zinsen sinken. Sind Immobilien die bessere Geldanlage? 33 Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Schuldenberge, Staatspleiten, Geldentwertung, Minizinsen, Aktiencrash, Währungsreformen, Enteignung – die Liste der Grausamkeiten lässt sich fortsetzen.
Ob bei solchen Szenarien Substanzwerte wie das selbst genutzte Eigenheim oder die vermietete Eigentumswohnung nicht die bessere Geldanlage sind? Viele haben die Frage für sich längst mit Ja beantwortet. Eine Analyse der LBS offenbart, dass in den westlichen Bundesländern der Eigentümer-Anteil von Etagenwohnungen in den letzten 25 Jahren von 15 auf 22 Prozent angestiegen ist. In Ostdeutschland hat sich die Eigentumswohnungsquote binnen 15 Jahren von neun auf 17 Prozent fast verdoppelt.
Doch nicht nur Krisen jagen Geldbesitzer in Betongold. Das Faible für Immobilien ist zeitlos: Nach einer Allianz-Umfrage fühlen sich 95 Prozent der Immobilienbesitzer wohl mit ihrer Kaufentscheidung. Und 86 Prozent halten ihr Eigenheim für eine sichere Geldanlage, Tendenz steigend. Weitere Mieter stehen in den Startlöchern: Laut einer Comdirect-Umfrage halten 53,5 Prozent den Zeitpunkt für günstig, in eine Immobilie zu investieren. Die wichtigsten Fragen, die beim Kauf zu klären sind.
Von den FOCUS-MONEY-Redakteuren Axel Hartmann, Michael Groos und Hans Sedlmaier
(Quelle:www.Focus.de)
Samstag, 27. März 2010 - 19:08 Uhr
Wie man das Eigenheim wieder zu Geld macht
Die Rentenlücke wächst. Schließen kann sie derjenige, der Kapital aus dem eigenen Haus zieht, wie es in den USA schon lange Zeit Usus ist. In Deutschland aber sind solche Angebote neu. Dafür gibt es gleich mehrere Modelle.
FRANKFURT. Wer hierzulande ein Haus kaufen oder bauen will, kann sich vor Finanzierungsangeboten kaum retten: Darlehen in allen Varianten, Tilgungsmöglichkeiten und Zinsbindungen von allen möglichen Anbietern wie Banken, Bausparkassen oder Versicherungen. Dann ist das Eigenheim nach 20 bis 30 Jahren abbezahlt, und der Rentenbescheid flattert auf den Tisch. Viele Ruheständler merken vielleicht jetzt erst, dass das Geld eher knapp ist, auch wenn sie keine Miete zahlen. Dabei haben sie ja durchaus Vermögen - die schuldenfreie Immobilie. Nach Angaben des Forschungsinstituts ZEW steckt bei den über 65-Jährigen gut 80 Prozent des Vermögens in den eigenen vier Wänden.
Aber Angebote, wie Rentner ihre Immobilie zu Geld machen können, und zwar ohne dass sie ausziehen müssen, kommen erst langsam auf den Markt. In den USA ist es schon seit langem gang und gäbe, dass Pensionäre mit einer Umkehrhypothek oder einer Leibrente ihr Haus verfrühstücken.
"Der deutschen Mentalität entspricht es eher, schuldenfrei zu sein und das Haus nicht mehr zu beleihen. Das Haus als Asset zu sehen, ist hier eher neu", sagt Achim Tiffe vom verbrauchernahen Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen. Aber er ist überzeugt, dass die Zahl der Angebote zunehmen wird.
Bei einer Umkehrhypothek nimmt der Hauseigentümer einen Kredit aufs Eigenheim auf. Dafür bekommt er eine monatliche Rente. Zinsen und Tilgung werden erst bei Tod oder Auszug mit dem Immobilienwert verrechnet.
Beim Leibrenten-Modell geht das Eigentum dagegen sofort an die Bank oder den Vertragspartner über. Neben der monatlichen Rente bekommt der Ruheständler ein lebenslanges Wohnrecht. Bei beiden Modellen ist auch statt der Monatsrente eine Einmalzahlung möglich.
Erster Anbieter einer Umkehrhypothek ist die Immokasse in Grünwald bei München. Sie vermarktet das Produkt seit etwa einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Bayern-LB-Direktbanktochter DKB sowie neuerdings mit der Raiffeisenbank München Süd. Bislang bietet das Unternehmen ihre "Immo-Renten-Plus" nur als Einmalzahlung an (siehe "Rechenbeispiele"
. So bekommt ein 65-Jähriger bis zu 15 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie als Darlehen. Maximal gibt es ab 80 Jahren 35 Prozent. Die Zinsen können zudem gestundet werden, werden also erst bei Auszug oder Tod fällig und dann mit der Immobilie verrechnet. Das aber kostet eine Stundungsgebühr extra, die im Rechenbeispiel bei einem Darlehen von 65 000 Euro im Laufe der Zeit bis auf 3 900 Euro steigen kann.
Der Hausbesitzer erkauft sich den Immobilienverzehrer also mit hohen Abschlägen auf den möglichen Verkaufspreis seines Hauses. Dafür trägt der Geldgeber das Risiko, dass er lange zahlen muss und die Immobilie an Wert verliert.
Die Investitionsbank Schleswig-Holstein will nach den Osterferien die lang entwickelte Umkehrhypothek "IB-Immorente" auf den Markt bringen. Die Förderbank zielt auf Durchschnittsrentner, die etwa Geld für Haushalts- oder Pflegehilfen brauchen. Die Banker in Kiel zahlen die Rente maximal bis zum 110. Lebensjahr. Und sie behalten einen Teil für Renovierungen und künftige Zinszahlungen ein.
Die Stiftung Liebenau in Meckenbeuren ist mit ihrer "Zustifter-Rente" schon seit vielen Jahren in ganz Deutschland auf dem Markt. Bei ihrem Leibrentenmodell verliert der Hausbesitzer zwar das Eigentum an seiner Immobilie, braucht bis zum Lebensende aber nicht auszuziehen und sich auch nicht um Instandhaltungskosten zu kümmern. Die Dauer des Rentenbezugs kann er wählen oder sich den Kredit auf einen Schlag auszahlen lassen. Zur monatlichen Rente muss man die ersparten Mietkosten hinzurechnen. Das könnte den Immobilienverzehr im Vergleich zur Alternative - ausziehen und eine kleinere Wohnung kaufen - wieder attraktiver erscheinen lassen.
Fazit: Bisher gibt es nur wenige und kaum vergleichbare Angebote. Interessenten sollten sich daher unabhängig beraten lassen.
(Quelle: www.handelsblatt.com)
Samstag, 27. März 2010 - 19:04 Uhr
Individuell günstige Hypothekendarlehen
Die Hypothekenzinsen liegen unter dem historischen Tief vom Herbst 2005. 5-Jahres-Darlehen sind für weniger als drei Prozent zu haben. Die aktuellen Top-Angebote.
In Zeiten der Krise, turbulenter Aktienmärkte und schwächelnder Euro-Länder tun gute Nachrichten gut. Gut deshalb, weil die jüngste Griechenland-Krise auch einen Trend beschert, der vor allem Käufer und Bauherren aufhorchen lässt. Baugeld ist billig, so billig wie seit dem Tiefststand im September 2005 nicht mehr.
„Im 5-Jahres-Bereich liegt der durchschnittliche Zins bereits 0,06 Prozentpunkte unter dem bisherigen Zinstief von 3,29 Prozent“, sagt Max Herbst, Chef der FMH-Finanzberatung. Wer sein Haus oder seine Wohnung auf fünf Jahre finanzieren kann und will, darf sich auf Zinsen ab 2,83 Prozent freuen.
3,65 Prozent Zinsen für zehnjährige Darlehen
Zehnjährige Darlehen gibt es bereits für 3,65 Prozent, wenn der Kreditnehmer rund 40 Prozent des Objektwerts mit eigenem Geld finanzieren kann; selbst der Mittelwert von etwa 90 Banken hat mit 3,97 Prozent knapp die 4-Prozent-Marke unterboten. Nur bei Offerten mit 15 Jahren Zinsbindung ist das Niveau noch 0,30 Prozentpunkte vom Tiefststand entfernt, die billigsten Kreditgeber verlangen derzeit 4,15 Prozent.
Max Herbst von der FMH-Finanzberatung sieht die Ursache für den weiter leicht nachgebenden Hypothekenzins neben den weiterhin niedrigen Anleihen auch im Kampf der Banken um die Baufinanzierungskunden. Es wird zurzeit auf Marge verzichtet, um zunächst die Umsatzvorgaben zu erfüllen.
Außerdem ist Deutschland als sicheres Anlageland beliebt, weshalb Investoren auch bei niedrigen Zinsen Geld in Deutschland anlegen. Max Herbst ist aus statistischen Gründen über das derzeitige Zinstief nicht sonderlich überrascht, denn sehr häufig gibt es die niedrigsten Zinsen innerhalb eines Jahres im Frühjahr und nach den Sommerferien.
Eine Endlosspirale abwärts sieht er dennoch nicht. Schon seit einiger Zeit ist das Zinsniveau sehr niedrig, da die Notenbanken die Leitzinsen gesenkt hatten, um frisches Geld in die Märkte zu pumpen. „Die Notenbanken verknappen die Geldmenge aber bereits wieder sehr vorsichtig, recht viel tiefer wird es vor allem im 10- und 15-Jahres-Bereich nicht gehen“, prognostiziert Herbst. Neue Tiefststände unter den Werten von September 2005 wird es vermutlich nicht geben.
Ein Preisvergleich zahlt sich aus
Wer mit dem Gedanken eines Immobilienerwerbs spielt oder eine Anschlussfinanzierung braucht, sollte die Konditionen der Institute genau vergleichen. Die Spanne zwischen den Angeboten ist nach wie vor hoch. Top- und Flop-Anbieter von 15-jährigen Darlehen trennen rund 0,90 Prozentpunkte.
Über die Jahre addiert sich der kleine Unterschied zu immensen Summen. Beispiel: Eine Finanzierung über 200 000 Euro kostet beim günstigsten Kreditgeber insgesamt knapp 33 000 Euro weniger als beim teuersten – wenn der Zinsvorteil in die erhöhte Tilgung fließt. Allein 0,1 Prozentpunkte weniger Zinsen bringen immerhin 200 Euro im ersten Jahr – 3700 Euro über die Laufzeit von 15 Jahren gesehen.
(Quelle:www.focus.de/immobilien)
Samstag, 27. März 2010 - 19:01 Uhr
„Zweite Miete“ fällt höher aus
Die Betriebskosten sind weiter angestiegen. Laut Mieterbund verteuerte sich 2008 die sogenannte zweite Miete. Die Durchschnittswerte im Vergleich.
In Deutschland haben die Mieter im Jahr 2008 im Schnitt 2,16 Euro Betriebskosten pro Quadratmeter und Monat für ihre Wohnungen gezahlt. Damit mussten sie durchschnittlich 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr für die sogenannte zweite Miete ausgeben, wie aus dem am Donnerstag vorgestellten neuen Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes (DMB) hervorgeht. Je nach Abrechnung lag der Wert im Einzelfall demnach bei bis zu 2,91 Euro. Für eine Wohnung mit 80 Quadratmetern seien im ungünstigsten Fall 2793,60 Euro zusätzliche Betriebskosten fällig gewesen, rechnete der Verband vor.
Grund für die Steigerung waren dem DMB zufolge die Kosten für Heizung und Warmwasser, die wegen stark anziehender Energiepreise von 2007 auf 2008 im Schnitt um rund 19 Prozent stiegen. Stabil blieben dagegen die sogenannten kalten Betriebskosten. Dazu zählen unter anderem die auf alle Mieter umgelegten Zahlungen für Müllabfuhr, Hausmeisterarbeiten oder Gebäudeversicherungen.
Mit dem Betriebskostenspiegel ermittelt der DMB einmal im Jahr auf der Basis der jeweils aktuell vorliegenden Abrechnungen repräsentative Durchschnittswerte für die mehr als 21 Millionen deutschen Haushalte, die Betriebskosten zahlen müssen. Für die neue Ausgabe wertete der Verband nach eigenen Angaben 30 000 Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2008 aus. Der Spiegel liefere aber keine verbindlichen Maßstäbe für eine Überprüfung der eigenen Betriebskostenabrechnung, betonte der DMB. Abweichungen vom Schnitt könnten allerdings Anlass für Nachfragen liefern.
Für das Abrechnungsjahr 2009 sei nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit einem weiteren Anstieg der durchschnittlichen Betriebskosten zu rechnen, teilte der Verband weiter mit. Zwar sei der vergangene Winter härter gewesen als derjenige davor; da zugleich aber die Energiepreise im Vergleich zu 2008 gesunken seien, dürften die Heizkosten tendenziell um zehn bis 15 Prozent sinken. Auch bei den kalten Betriebskosten zeichne sich für 2009 keine gravierende Steigerung ab.
hei/AFP
(Quelle: www.focus.de/immobilien/mieten)


